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Omikron und Kinderimpfungen und Boosterimpfungen für Genesen-Geimpfte

29.11.2021: Die sich von Südafrika ausbreitende Omikron-Variante scheint sich schneller zu verbreiten, jedoch scheint der Krankheitsverlauf nicht schlimmer, möglicherweise sogar milder zu sein als bei den bisherigen Varianten (dem Wildtyp, der "britischen" Alphavariante und der "indischen" Deltavariante), die nach unserer Beobachtung ungefähr zu gleich starken Krankheitsausprägungen führ(t)en. Sowohl Geimpfte als auch Genesene scheinen - den Beobachtungsberichten aus Südafrika nach - einen "Basisschutz" gegen die neue Variante zu besitzen, heißt, ein schwerer Verlauf mit Krankenhauspflichtigkeit ist unwahrscheinlich. Allerdings muss man prinzipiell als Genesene:r mit Reinfektion, bzw. als Geimpfte:r mit Durchbruchsinfektion rechnen.

Vermutlich sollten wir mehr und mehr unsere Einstellung von der Erwartung nicht infiziert zu werden dahingehend umstellen, dass wir auf der Basis des Geimpftseins oder Genesenenseins uns gewappnet genug fühlen, mit der Gruppe der Coronaviren immunologisch zu rechtzukommen, so wie wir das ja auch mit allen anderen "Infekt-Viren" incl. der Influenza tun.

Genesene: Wir beobachten bei unseren Patient:innen bisher nach wie so gut wie keine Reinfektionen. Am ehesten scheint es nach Wildtyp-Infektionen (also Menschen, die sich vor Dezember 2020 infiziert haben) zu (leichten und kurzen) Reinfektionen zu kommen. Menschen, die Anfang des Jahres mit der Alphavariante infiziert waren, scheinen sich nicht mit der Deltavariante zu reinfizieren.

Bzgl. der EMA-Freigabe von BionTech für die Altersgruppe 5-11: Die Stiko hat die Impfung für Deutschland bisher nicht empfohlen. Prof. Zepp, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik Mainz und Stiko-Mitglied, beurteilt in mehreren Inferviews bis dato die Risiko-Nutzen-Relation der Impfung für Kinder zuungusten der Impfung. Wörtlich sagt er, wir sehen, dass Coronainfektionen bei Kindern fast immer mild verlaufen und das Nebenwirkungsprofil der Impfung im Kindesalter ist noch nicht ausreichend bekannt. Außerdem weist Prof. Zepp darauf hin, dass es nach der aktuellen Studienlage unklar ist, ob Post-Covid im Kindesalter überhaupt existiert. In den Vergleichsstudien wiesen Kinder, die nicht an Covid-19 erkrankt waren genauso häufig "Post-Covid-Symptome" (Müdigkeit, Abgeschlagenheit ...) auf, wie in der Gruppe der Erkrankten. Die deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin beurteilt die Situation ebenso: "Die primäre Krankheitslast dieser jungen Altersgruppe durch schwere (Corona) Erkrankungen ist unverändert sehr gering ..."

Nota-bene: Für Patient:innen, die erst Infiziert, dann nach sechs Monaten geimpft sind UND für Patient:innen, die einmal geimpft und dann infiziert wurden, empfiehlt die Stiko bisher KEINE weitere Boosterimpfung. Diese Patientengruppen gelten derzeit in Deutschland als langfristig immunisiert. (Wir wissen derzeit allerdings nicht, wie unsere Nachbarländer und Italien dazu stehen)

 

Und nochmal die Boosterimpfung

22.11.2021 Sollen ausnahmslos alle boosterimpfen lassen, auch relativ junge Leute? Es gibt dazu mehrere Aspekte: Sicher ist es gesamtgesellschaftlich gesehen gut, wenn - wie bei den Primärimpfungen - zunächst die vulnerablen Gruppen drittgeimpft werden, also die Menschen Ü60 (evtl auch Ü50) und diejenigen, die berufsbezogen viele Kontakte haben. Und natürlich Menschen mit Risikoerkrankungen. Dazu gehören neben Gesundheitsarbeiter:innen auch Lehrer:innen und andere pädagogische Berufsgruppen.

 

Menschen, die stark auf eine der beiden Primärimpfungen reagiert haben, haben oft sehr hohe Antikörpertiter, also auch einen relativ verlässlichen Schutz. Dies kann durch eine Titerkontrolle objektiviert werden.

 

Für gesunde, relativ junge Menschen, also U30 (auch U35), die zweimal geimpft sind, ist das Risiko im Falle einer Coronainfektion sehr begrenzt. Wir haben eine nicht unerhebliche Zahl solcher Infektionen in der Praxis gesehen und begleitet und der Schweregrad der Erkrankung ist in aller Regel nicht besonders dramatisch und schon gar nicht gefährlich.

 

In unserer Praxis wird zu Erst und Boosterimpfungen ausschließlich BionTech-Impfstoff verwendet, da dieser unserer Beobachtung nach besser verträglich ist als der Moderna-Impfstoff, also seltener zu "ruppigen" Impfreaktionen führt.

Nochmal Drittimpfung

8.11.2021: Die überraschend hohe Zahl der Infektionsdurchbrüchen bei Geimpften bringt die Frage der Boosterimpfungen von nicht nur Über-Siebzigjährigen zunehmend auf den Tisch. Das Impfschema 0-1-12, also einer Grundimmunsisierung im Abstand von ca einem Monat und einer Auffrischungsimpfung nach einem Jahr kennen wir von vielen Impfprogrammen von der Tetanusimpfung, über die FSME-Impfung bis zur Hepatitisimpfung ua. Heißt: Im Prinzip ist eine Boosterimpfung nach stattgehabter Grundimmunisierung nichts Ungewöhnliches und bedeutet nicht, dass ein Impfstoff an sich nicht wirksam ist.

 

Für Personen Ü40, die die ersten beiden Impfungen gut vertragen haben und deren letzter Impftermin fünf Monate oder länger zurückliegt, liegt es nahe und spricht nichts dagegen, eine Boosterung ins Auge zu fassen. Dies gilt natürlich im Besonderen auch für alle Personen mit chronischen Krankheiten oder einem relavanten Gesundheitsrisiko, wie zB. einem BMI an oder über 30, Bluthochdruck oä.

Schwieriger ist die Entscheidung für Menschen, die entweder impfskeptisch sind oder auch mit Nebenwirkungen auf die ersten Impfungen reagiert haben, oder die relativ jung sind. Hier ist eine individuelle Abwägung erforderlich, bei der wir Ihnen gerne behilflich sind.

Interessant ist in diesem Kontext die auch von Prof. Drosten (in zwei als Video verfügbaren Interviews) vertretene Ansicht, dass wir alle nicht umhinkönnen, mittel- bis langfristig echten "Feldkontakt" mit dem Virus zu haben und eine natürliche Immunantwort mit der Bildung von Schleimhautimmunität (T-Zellen und B-Zellen) auszubilden, die sehr viel effektiver und langdauernder ist, als die Impfimmunität. 

Natürlich sollte dieser Feldkontakt möglichst in einem Stadium immunologischer Kompetenz und Stärke stattfinden, sodass ein gefährlicher Krankheitsverlauf sicher abgewehrt werden kann und das bringt uns zu der Fragestellung: Wie kann man erkennen, ob dies im Einzelfall gegeben ist? 

Eine entsprechende Risikoeinschätzung ist möglich, sie wird jedoch auf jeden Fall immer auch eine gewisse Unschärfe haben. Sie wird Alter, Geschlecht (Männer haben höheres Risiko), Gesundheitszustand und medizinische Risikofaktoren berücksichtigen. Unserer Überzeugung nach bietet auch die Höhe der gebildeten Antikörpertiter eine wichtige Entscheidungshilfe. In einer aktuellen französischen Studie an über 8000 Personen, von Dimeglio et al, die im J. of Infection publiziert wurde, lies sich zeigen (allerdings an der Alphavariante), dass die Antikörpertiterhöhe invers mit der Wahrscheinlichkeit einer Infektion korrelierte - und zwar für Genesene und für Doppeltgeimpfte gleichermaßen. Also hohe neutralisierende Antikörper (in der Studie über 256 /ml neutralisierende AK.) bedeuteten sehr niedrige Infektionswahrscheinlichkeit.

Wir denken, dass diese Studie ähnliche Rückschlüsse auf die momentan grassierende Delta-Welle zulässt, allerdings beobachten wir, dass die genannte Antikörperhöhe von 256 als relativ sicherer anzunehmender Grenzwert bei der Deltawelle nicht ausreicht und gehen ab einer Antikörperhöhe der neutralisierenden Antikörper von > 500 von einem relativ guten Schutz aus.

 

 

 

Abschaffung der Zusatzbezeichnung Homöopathie durch die Landesärztekammer

18.10.2021 Wir bedauern die Abschaffung der Zusatzbezeichnung Homöopathie, die bisher nach mindestens 3 jähriger berufsbegleitender Ausbildung beim Zentralverein hömöopathischer Ärzte und entprechender Prüfung erworben werden konnte. Homöopathie ist eine ärztliche Behandlungsmethode, die vor über 200 Jahren in Deutschland durch den Arzt Samuel Hahnemann begründet wurde. Eine erfolgreiche Ausübung der Homöopathie erfordert breites Wissen und eine strukturierte Anwendung auf der Basis korrekter Diagnosen. Gerade bei akuten Infekten (bei Kindern!! bei Erwachsenen, auch bei Haus- und Nutztieren) hilft die Homöopathie bei vielen Alltagsbeschwerden und - erkrankungen "Chemie" einzusparen, Antibiotika für schwere und Krankenhausanwendungen zu reservieren und führt häufig zu raschen und kompletten Heilungen. Aber auch Schmerzerkrankungen und Systemerkrankungen können häufig entscheidend gebessert und gar nicht selten auch geheilt werden - wie viele von Ihnen bestätigen können. Die Abschaffung einer strukturieren anerkannten Ausbildung für Ärzte schwächt die Homöopathie speziell im ärztlichen Anwendungsbereich.

Es ist ganz allgemein verwunderlich und traurig, dass - trotz steigenden Bewusstseins für Naturerhalt, Klima und grüne Landwirtschaft -  das Bewusstsein für "grüne Medizin" seit einigen Jahren in einem kontinuierlichen Schwund begriffen ist. Es ist erstaunlich, just in der Zeit, in der (endlich) erkannt wird, dass der Mensch nicht ungestraft in die Regulationsabläufe der Natur eingreifen kann, zu glauben, dies sei beim Menschen selbst kein Thema. 

Die Influenza

13.10.2021: Bisher sind in unserer Praxis keine Influenzafälle aufgetreten. In den meisten Jahren spielt sich die Influenzawelle zwischen Mitte Januar und Mittel März (ggf bis Ostern) ab. In der ersten Winterhälfte sieht man meist nur vereinzelte Fälle. Gelegentlich, so zB. 2009/2010 im Jahr der "Schweinegrippe", beginnt die Influenzasaison schon im November. Die Einschätzung, dass diese Wintersaison eine eher lebhafte Influenzasaison mit sich bringen könnte, teilen wir. Dies könnte die Motivation für eine Influenzaimpfung in dieser Saison zurecht steigern.

Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen empfehlen wir die Influenzaimpfung nur beim Vorliegen von chronischen Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen. Gleiches bei Erwachsenen in den mittleren Jahren. Über Sechzig ist die Influenzaimpfung zu erwägen, unserer Ansicht nach jedoch nicht pauschal, sondern nach Maßgabe einer Individualentscheidung. Viele Menschen hatten eine Influenza in jungen Jahren und dann nie wieder. Offenbar haben sie sich einmal robust immunisiert und dann möglicherweise "stumm" immer einmal wieder durch Influenzakontakt nachgeboostert. Für diese (große) Personengruppe ist der Nutzen der Impfung fraglich. Zu bedenken ist, dass die Verträglichkeit der Influenzaimpfung, die ja jedes Jahr neu zusammengestellt wird, schwankt, es durchaus immer wieder Personen gibt, die die Impfung nicht gut vertragen und regelrecht an einer Impf-Influenza erkranken. Da die Influenzaviren auf Hühnereiweiß gezüchtet werden, sollten speziell auch Nahrungsmittelallergiker mit Unverträglichkeit von Ei, die Impfentscheidung gut abwägen, da sie mit einer gesteigerten Unverträglichkeitsquote rechnen müssen.

Es gibt Menschen, die ungeimpft jedes Jahr an Influenza erkranken, offenbar eine gewisse Immunschwäche (bei ansonsten guter Gesundheit) gegen Influenzaviren haben. Für diese Gruppe kann die Influenzaimpfung sehr sinnvoll sein.

Berufliche Aspekte können eine Rolle bei der Entscheidung spielen und zwar sowohl in Bezug auf die eigene Sicherheit, wie auch auf die der Klienten/Patient:innen.

Wichtig bei allen Impfungen ist: Nur in "gutem Zustand" impfen und nicht bei an- oder abflutendem Infekt oder einem Tag in miserabler Form, warum auch immer. Wir persönlich legen auch Wert auf eine homöopathische Begleittherapie zur Impfung, um die Verträglichkeit zu verbessern.

Die zeitliche Zusammenlegung der Influenzaimpfung mit der Covid-19-Impfung halten wir für nicht so weise.

 

Die dritte Impfung

13.10.2021 Inzwischen gibt es eine Stiko-Empfehlung für die dritte Impfung für Menschen über 70. Dieser Empfehlung schließen wir uns an. Wenn Sie zu dieser Personengruppe gehören, sich aber nicht so recht zur Drittimpfung entschließen können, besteht die Möglichkeit, die Covid-19-Antikörper im Blut zu überprüfen. Obgleich noch nicht bekannt ist, ab welcher Antikörper-Titer-Höhe von einem Schutz ausgegangen werden kann, erlauben die Antikörper eine ungefähre Einschätzung der aktuellen Immunologie. Sind die Antikörper noch im sehr hohen Bereich nachweisbar, besteht aller Wahrscheinlichkeit noch ein recht guter Schutz, sind sie stark abgesunken, dann ist möglicherweise die Immunologie nicht mehr ganz so robust und eine Drittimpfung umso bedenkenswerter.

Im Prinzip gilt dies auch für Menschen unter 70 und im Einzelfall kann auch da eine Drittimpfung sinnvoll sein und dann auch ohne weiteres durchgeführt werden.

Eine zeitliche Kombination mit der Influenzaimpfung empfehlen wir nicht, da es unseres Erachtens besser/sicherer ist, dem Körper Zeit zur Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Agens zu geben. 

Unsere aktuelle Einschätzung für Ungeimpfte, Kinder und Schwangere

Es gibt individuell-medizinische, epidemiologische, gesellschaftlich-politische und berufliche Argumente bei der individuellen Impfentscheidung pro/contra der Coronaimpung. Die Impfung wird in jungen Jahren wesentlich schlechter vertragen als im höheren Alter. Über Vierzigjährige haben selten Probleme in Punkto Verträglichkeit. Unserer Ansicht nach ist die Nutzen-Risikobilanz für über Vierzigjährige in aller Regel pro Impfung, aber für unter Dreißigjährige ohne spezielle Risikoerkrankungen eher negativ. Heißt, die Krankheitsverläufe sind in diesen jungen Jahren in aller Regel relativ leicht, auch die Wahrscheinlichkeit von Long-Covid ist relativ gering. Epidemiologisch macht die Impfung auch für unter Dreißig allerdings Sinn, da es hilft, die Menge der zirkulierenden "Wildinfektionen" zu reduzieren. Berufliche Aspekte kommen insofern dazu, als es unserer Ansicht nach von Arbeiter:innen im Gesundheitssektor mit einem gewissen Recht erwartet wird, dass sie immunisiert, also "safe" sind. Auch für Menschen, die in sozialen und pädagogischen Berufen arbeiten, gilt etwas abgeschwächt Ähnliches. 

Gesellschaftlich-politische Aspekte spielen vor allem eine Rolle für Menschen zwischen 18 und Mitte Zwanzig. Ihnen nützt die Impfung persönlich eher wenig, da die Krankheitsverläufe in diesem Alter tatsächlich in etwa denen von "normalen" Infekten entsprechen. Sie wollen jedoch durch die strengen staatlichen Maßnahmen in In- und Ausland nicht noch länger in ihrem Bewegungsspielraum blockiert sein und viele lassen sich daher - verständlicherweise - impfen.

Leider haben Corona-erkrankte Schwangere in deutlich höherem Prozentsatz schwere Verläufe, sodass es für Frauen im Stadium der Familienplanung auf jeden Fall sinnvoll ist, sich VORAB impfen zu lassen. Eine Impfung in der Schwangerschaft hingegen sehen wir als kritisch an und würden diese momentan auch nicht in unserer Praxis durchführen, da der Beobachtungszeitraum fehlt - es gibt ja noch keine geborenen Kinder von Covid-geimpften Schwangeren.

Die Impfung von jungen Menschen unter 18 sehen wir nach wie vor problematisch und denken, dass die Nutzen-Risiko-Bewertung hier eindeutig zu Ungunsten der Impfung steht und dass unsere jungen Menschen vom epidemiologischen Aspekt entlastet/freigestellt werden sollten, heißt: dass sie nicht das Gefühl haben sollten, sie müssten sich zum Schutz der älteren Bevölkerung impfen lassen. Der momentan aufgebaute indirekte Impfdruck auf diese Altersklasse erfüllt uns mit erheblicher Sorge. Entscheiden sich junge Menschen (12-18) nach Abwägung der Pros und Cons für die Impfung, ist es jedoch möglich, diese in unserer Praxis durchführen zu lassen.

Impfung von Jugendlichen

unser Rat und unser Vorgehen in der Praxis

Zur Änderung der Stikoempfehlung: Natürlich hat die Änderung der Stikoempfehlung nach Auswertung der US-amerikanischen Daten der dortigen Kinder-und Jugendlichenimpfungen Gewicht. Trotzdem empfehlen wir die Impfung unseren Patientenfamilien für die Kinder und Jugendlichen ab 12 derzeit noch nicht. Uns scheint die Beobachtungszeit in Bezug auf eventuell zeitverzögert auftretende Reaktionen noch relativ kurz. Dies plus die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland (anders als in den USA) zum allergrößten Teil sehr milde Covid-19-Verläufe mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit von Long-Covid zeigen, rechtfertig unserer Ansicht nach den Einsatz der neuen Impfgeneration in diesem Alter zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.

Dass das Ringen um ein richtiges Konzept noch im Fluss ist, kann auch daran gesehen werden, dass in Großbritannien Kinder und Jugendliche zwischen 16 und 18 nur eine einzige Impfung erhalten und für Kinder unter 16 keine Impfempfehlung gegeben wird.

Auch Überlegungen und Untersuchungen mit verringerten Einzelimpfdosen für diese junge Altersgruppe sind im Gange.

Sollten Sie selbst in Abwägung der Pros und Cons zu dem Entschluss für die Impfung kommen, kann die Impfung in unserer Praxis erfolgen. Wie bei Erwachsenenimpfungen auch legen wir dabei besonderen Wert auf eine homöopathische Begleit- und Nachbehandlung.

Digitaler Impfpass

Liebe Patient:innen, wir sind dran mit dem digitalen Impfpass, aber noch ist dieser Service für uns nicht verfügbar. Wir geben an dieser Stelle bekannt, sobald wir den digitalen Impfpass anbieten können. Ihr Praxisteam

Daten zur Impfung von Kindern und Jugendlichen

In der bisher einzigen im N Engl Journal Medicine veröffentlichten Studie zur Coronaimpfung von Kindern zwischen 12 und 16 mit dem Biontechimpfstoff traten bei 86% der Kinder Schmerzen an der Injektionsstelle auf, bei 60% Müdigkeit, 55% Kopfschmerzen, 28% Schüttelfrost, 10% Fieber. Bei 3,4% schwerwiegende, systemische Nebenwirkungen. Das Ausmaß der Nebenwirkungen ist in dieser Altersgruppe deutlich höher als bei Erwachsenen.

Von den in Dtl. an Corona erkrankten Kindern mussten weniger als 0,1% stationär aufgenommen werden, davon hatten 2/3 schwere Vorerkrankungen und weniger als 0,00002% starben.

Zum Erreichen einer Herdenimmunität müssten sich 60-70% einer Bevölkerung impfen lassen oder durch die Erkrankung immunisiert sein. Derzeit geben ca 70% der Erwachsenen an, sich impfen lassen zu wollen. Die Gruppe der 12-18-jährigen machen 4,5% der deutschen Bevölkerung aus.

Laut Winston Center der Universität Cambridge überwiegt auch bei 20-29-jährigen noch das Risiko der Impfung dasjenige der Infektion.

Kinder und Covid 19

Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (< 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (< 0.00002%), sollte Anlass sein, Eltern übergroße Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen. Wobei natürlich dennoch jeder einzelne Fall eines schwer erkrankten oder verstorbenen Kindes an einer SARS-CoV-2-Infektion ein Fall zu viel ist und ein unerträgliches Einzelschicksal für Kind und Familie."

(aus einer aktuellen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH))

 

Corona-Impfung

Allgemeines zur Impfkampagne: 

Wir unterstützen die Impfkampagne der erwachsenen Bevölkerung und beteiligen uns daher auch bei der Impfaktion des Impfzentrums der Stadt. Wie bei anderen Impfungen auch, kann die Nebenwirkungswahrscheinlichkeit der Coronaimpfung durch eine individuelle, homöopathische Begleitbehandlung gesenkt werden. Dies ist auch möglich, wenn die Impfung nicht in unserer Praxis durchgeführt wird. Auch eine Abschätzung der Impf-Nebenwirkungen in Ihrem persönlichen Fall oder die Frage Impfen ja/nein für bereits von Covid-19-Genesene kann gerne mit uns vorab besprochen werden. (Impfung von Genesenen frühestens 6-8 Monate nach Gesundung)

Der angedachten Impfung von Kindern und Jugendlichen stehen wir kritisch gegenüber, da sich gezeigt hat, dass zum einen junge Menschen in aller Regel gut mit der Corona-Infektion zurechtkommen, wohingegen die Verträglichkeit der Impfungen bei jungen Menschen schlechter ist als ab dem mittleren und va. höheren Alter.

 

Zur AstraZenenca-Impfung:

Nach gegenwärtigem Stand der Erkenntnis sind die mRNA Impfungen von Biontech und Moderna bei Menschen bis zum Alter von ca. 50 besser verträglich, was kurzfristige (akute) Nebenwirkungen betrifft, als die Impfung von AstraZeneca. Über 50 scheint auch die Impfung mit AstraZeneca gut verträglich zu sein. Dies bewies auch die britische Impfkampagne, bei der Astra in den oberen Altersgruppen millionenfach eingesetzt wurde.

 

Zur Impfung in unserer Praxis: 

Wir haben die Impfaktion in unserer Praxis mit den ersten uns zur Verfügung gestellten Impfstoffen begonnen (Astra und Biontech). Interessierte können sich gerne bei uns vormerken lassen. Es empfiehlt sich zugleich eine Registrierung beim Online Registrierungsportal des Bayerischen Staatsministeriums. Sie können die Impfung dann durchführen lassen, wo Sie eher zum Zug kommen. Wichtig aber: Bitte sogleich die jeweils andere Registrierung löschen lassen, sobald Sie einen Impftermin erhalten.

 

 

 

 

Antibiotika im Säuglingsalter erhöhen Asthmarisiko

Nach einer aktuellen, in der Fachzeitschrift Lancet publizierten Studie gibt es einen proportionalen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Verordnung von Antibiotika im Säuglingsalter und dem Auftreten von kindlichem Asthma. Als Ursache für diesen Zusammenhang wird eine negative Veränderung des Darm-Mikrobioms durch Antibiotika vermutet.